Kontaktkorrosion der Feuerverzinkung
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Kommen zwei unterschiedliche Metalle in direkten Kontakt und ist ein Elektrolyt (z.B. Feuchtigkeit) vorhanden, kann Kontaktkorrosion auftreten. Dabei wird das unedlere Metall entsprechend der elektrochemischen Spannungsreihe vorzugsweise korrodiert und gleichzeitig die Korrosion des anderen, edleren Metalls verhindert.
Unedel |
Edel |
![]() |
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Elektochemische Spannungsreihe
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In dieser Tabelle stehen edle Metalle (z.B. Gold, Silber) mit ihrem positiven Potential auf der rechten Seite und unedle Metalle (z.B. Magnesium, Aluminium und Zink) mit ihrem negativen Potential auf der linken Seite.
Je weiter die Metalle in der Spannungsreihe auseinander sind, desto eher kommt es in Anwesenheit eines Elektrolyten (z.B. Wasser) zu Korrosion. Der Werkstoff mit dem unter den vorherrschenden Bedingungen negativeren Potential wird in der Nähe der Kontaktstelle vermehrt korrodiert. Dabei haben
a) die Grösse der Kontaktflächen und die Oberflächen der Bauteile,
b) die Zusammensetzung des Elektrolyten und
c) die Oxidationsprodukte auf den Oberflächen der Metalle
einen entscheidenden Einfluss auf die Spannungspotentiale und somit auf das Ausmass der Korrosion.
a) Oberflächenverhältnis
Solange das Bauteil aus feuerverzinktem Stahl flächenmässig überwiegt, ist die Paarung von feuerverzinktem Stahl mit anderen Werkstoffen in der Regel weniger problematisch.
Falls der feuerverzinkte Stahl jedoch flächenmässig kleiner ist wie z.B. bei feuerverzinkten Rohrschellen an Rohrleitungen aus Kupfer, ist Vorsicht angebracht.
Eine häufige Anwendung sind Schrauben und Muttern aus nichtrostendem Stahl im Kontakt mit einer feuerverzinkten Oberfläche. Aufgrund des kleinen Potentialunterschiedes und der kleinen Oberfläche der Schrauben ist hier Kontaktkorrosion kein Problem, obwohl einen Isolation mithilfe von Kunststoff-Unterlegscheiben immer eine günstige Lösung ist.
b) Elektrolyt
In trockenen Innenräumen spielt die Kontaktkorrosion kaum eine Rolle. Bei Außenbewitterung ist diese Art der Korrosion von der Dauer der Feuchtigkeitseinwirkung abhängig. Die ungünstigsten Bedingungen herrschen dort, wo eine intensive Befeuchtung und Elektrolyte mit einer hohen Leitfähigkeit vorliegen, z.B. in salzhaltiger Meeresluft, im Meerwasser oder an stark gesalzenen Strassen.
c) Oxidierte Oberflächen
Sind die Metallflächen stark oxidiert, so ändern sich ihre Potentiale und eine Einschätzung wird erschwert.
Lässt sich eine ungünstige Metallpaarung nicht vermeiden, so muss versucht werden, die verschiedenen Metalle durch Isolation (z.B. Unterlegscheiben aus Kunststoff) elektrochemisch zu trennen.
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Feuerverzinkter Stahl |
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Paarungswerkstoff |
Oberflächenverhältnis Zink/Paarungswerkstoff gross |
Oberflächenverhältnis Zink/Paarungswerkstoff klein |
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Magnesiumlegierung |
G |
M |
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Zink |
G |
G |
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Aluminiumlegierung |
G |
M |
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Cadmiumüberzug |
G |
M |
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Baustahl |
G |
S |
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Niedriglegierter Stahl |
G |
S |
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Stahlguss |
G |
S |
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Chromstahl |
G |
S |
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Blei |
G |
S |
|
Zinn |
G |
S |
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Kupfer |
G |
S |
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Nichtrostender Stahl |
G |
S |
G = geringfügige oder keine Korrosion, M = mässige Korrosion (besonders bei Feuchte), S = starke Korrosion
Stichworte:
- Zink kann durch edlere Metalle korrodiert werden
- Kleine verzinkte Teile in Kontakt mit grossen Metallflächen sind gefährdet
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