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Verzinken von Armierungsstahl

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Korrosionsschutz von feuerverzinktem Bewehrungsstahl

 

Durch Eindiffundieren sowie mit der Zeit durch Bildung kleiner Risse dringen CO2, Chloride, Schwefel oder Stickoxide in den Beton ein, wodurch der pH-Wert sinkt. Bereits bei einem pH-Wert unter 11 beginnt die Korrosion des ungeschützten Armierungsstahles. Für die verzinkte Armierung besteht erst bei einem pH-Wert unter 6 (saurer Bereich) eine Gefahr. In diesem Fall muss jedoch die vorhandene Zinkschicht vollständig korrodiert sein, bis die Zersetzung des Bewehrungsstahles beginnt. Dieser Prozess kann aus unserer Praxiserfahrung in Feuerverzinkereien (Betonwannen im Säurebereich, dauernde Chlorid-Belastung und Erschütterungen) über 20 Jahren dauern.

 

Während des Betonierens (ca. pH 13) werden Zinküberzüge anfangs angegriffen, die Korrosion wird jedoch nach kurzer Zeit durch Bildung dichter Schichten aus fest haftenden Calziumhydroxozinkaten verlangsamt (der verzinkte Stahl verklebt sich mit dem Beton). So werden anfangs 5-10 μm Zink abgetragen, danach kommt die Korrosion zum Stillstand.

Eine fortschreitende Korrosion durch Chloride wird stark abgebremst, da die Chloridionen in Form von schwer löslichen, basischen Zinkchloriden abgebunden werden. Der Chloridgehalt im Porenwasser müsste um ein vielfaches (bis Faktor 100) höher liegen als bei unverzinktem Stahl, um die gleiche Korrosionsschäden zu bewirken.

Zusammenfassung

Eine allseitig genügende Überdeckung des Stahls durch Beton sowie eine einwandfreie Verarbeitung, verbunden mit einer geeigneten Betonbeschichtung oder Imprägnierung, lässt sich unter Praxisbedingungen nicht immer realisieren. Mit feuerverzinktem Bewehrungsstahl kann die Objektnutzungsdauer einer Konstruktion mit geringen Kosten bei einer einfachen Anwendungstechnik verdoppelt bis verdreifacht werden.

(Bild: ungenügende Überdeckung der Bewehrungsstahl bewirkt eine Abplatzung des Betons)

 

Eine feuerverzinkte Bewehrung (einzelne gebogene Bewehrungselemente oder ganze Armierungskorsette) verursachen Mehrkosten von ungefähr Fr 50.- bis 120.-/m3 Beton. Dies ist im Vergleich zu jedem anderen Verfahren (Pulverbeschichten, Betonzusatz oder Betonbeschichtung) wettbewerbsfähig. Dieses System bringt die nachweisbare Sicherheit aus Objekten in Holland und den USA, dass auf die gesamte Objektnutzungsdauer keine Sanierungsarbeiten notwendig sind, was beispielsweise bei einer Betonbeschichtung nicht der Fall ist.

 


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