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Verzinken von Guss

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Gusseisenwerkstoffe sind Eisen-Kohlenstoff-Verbindungen mit einem Kohlenstoff-Anteil, der in der Regel über 2% liegt. Die Silizium- und Phosphorgehalte sind deutlich höher als bei herkömmlichen Stählen.

Bei der Beurteilung der Eignung zum Feuerverzinken sollte daher auch die Zusammensetzung des Gusswerkstoffes, insbesondere hinsichtlich seines Silizium-Gehaltes, beachtet werden. Es gelten jedoch nicht die gleichen Grenzen wie bei den Stahlwerkstoffen, da das Silizium in Gusswerkstoffen teilweise in anderen chemischen Verbindungen vorliegt.

Aus diesem Grunde führen höhere Gehalte, die bei Stählen bereits ein starkes Wachstum der Zinküberzüge auslösen würden, bei Gusswerkstoffen nicht in gleichem Masse zu Schwierigkeiten.

Gusssorten

GS = Stahlguss: Zum FVZ geeignet (mit herkömmlichen Stählen vergleichbar)
GGL = Grauguss (Gusseisen mit Lamellengraphit) hat hohen Kohlenstoff- (2%) und Siliziumgehalt (1-3.5%): Dickere und graue oder graufleckige Zinkschicht.
GGG = Kugelgraphit (Gusseisen mit Kugelgraphit) hat hohen Kohlenstoff- (2%) und Siliziumgehalt (2-2.5%): Dickere und graue oder graufleckige Zinkschicht.

Temperguss

GTS = schwarzer Temperguss : Kohlenstoffgehalt 2.2% – 2.8%, Siliziumgehalt 0.9%-1.4%: Dickere und graue oder graufleckige Zinkschicht.
GWT = weisser Temperguss: Kohlenstoffgehalt 2.8% – 3.4%, Siliciumgehalt 0.4%-0.8%: Zum FVZ geeignet, meist eine normale Eisen Zink Reaktion.


Oberflächenvorbehandlung

Die Rückstände von Formsand, anhaftender Temperkohle und Graphitresten auf der Oberfläche von Gussteilen können durch die übliche Vorbehandlung einer Feuerverzinkerei (Beizen mit verdünnter Salzsäure) nicht entfernt werden. Nach einer eventuell nötigen Sandstrahlung ist es erforderlich, die Oberfläche in Flusssäure-Ersatz-Gemischen zu reinigen. Für diese spezielle Art der Vorbehandlung sind nur wenige Feuerverzinkereien eingerichtet. Danach kann das Material dem normalen Beizprozess zugeführt werden.

Konstruktionen

Die konstruktive Gestaltung von Gussteilen kommt den Anforderungen des Feuerverzinkers prinzipiell entgegen. Kleine und einfach geformte Gussteile sind daher meistens problemlos zu verzinken. Die grösseren Gussteile sind hingegen in der Regel nicht zum Feuerverzinken geeignet, da bei den üblichen Verzinkungstemperaturen Spannungen auftreten können, die Risse verursachen. Besonders kritisch ist, wenn in einer Gusskonstruktion grosse Massenanhäufungen mit filigranen Teilbereichen kombiniert werden.

 


Stichworte:

  • Gussteile erfordern eine spezielle Oberflächenvorbehandlung
  • Kleine und einfach geformte Gussteile eignen sich meist gut zum Feuerverzinken
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