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DIN EN ISO 1461

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DIN EN ISO 1461 „Durch Feuerverzinken auf Stahl aufgebrachte Zinküberzüge (Stückverzinken) – Anforderungen und Prüfungen“
Ausgabe Oktober 2009
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte (nicht vollständig)

Allgemein

ISO 1461 definiert die Anforderungen an die Eigenschaften von Zinküberzügen, welche durch Eintauchen von Stahlteilen in eine Zinkschmelze hergestellt wurden.

Die Dicke und das Aussehen des Zinküberzuges werden durch die Eigenschaften der Stahlteile beeinflusst (chemische Zusammensetzung, Zustand der Oberfläche und Dimensionen). Diese Norm ISO 1461 macht dazu keine Aussagen – Hinweise dazu finden man in der ISO 14713.

Abnahme-Prüfung von verzinkten Teilen

  • Ort: In der Verzinkerei oder an einen vereinbarten Ort durch den Kunden oder im Auftrag des Kunden
  • Abnahmekriterien: Beurteilung des Aussehens und der Schichtdicke (siehe unten)
  • Anzahl von Prüfmustern in einer Prüfmenge:

Anzahl Teile

Mindestanzahl Prüfmuster

1-3

Alle

4-500

3

501-1200

5

1201-3200

8

3201-10000

13

>10000

20

 

Anforderungen an das Aussehen des Zinküberzuges

  • Optische Beurteilung von Auge in 1m Abstand
  • Frei von Verdickungen, Blasen, rauen Stellen, Zinkspitzen, Fehlstellen, Flussmittel- und Zinkascherückständen.
  • Hauptzweck ist der Korrosionsschutz, die Ästhetik ist zweitrangig falls nicht speziell mit dem Kunden vereinbart. Z.B. das Auftreten von dunkleren und helleren Bereichen, geringen Unebenheiten, Weissrost und Spalt- und Porenaustritt bei Schweißnähten sind kein Grund zur Zurückweisung.

Bestimmung der Dicke des Zinküberzuges

a) Örtliche Schichtdicke:
Die örtliche Schichtdicke ist die gemessene Dicke einer Referenzfläche. Eine Referenzfläche ist 10 cm2 gross und darin müssen mindestens 5 Einzelwerte
magnetisch gemessen und gemittelt werden. Bei langen Teilen müssen die Referenzflächen 100 mm von Löchern und 100 mm von Bauteilenden entfernt sowie etwa in der Bauteilmitte liegen und müssen den ganzen Querschnitt des Teils berücksichtigen. Einzelwerte dürfen unter der geforderten örtlichen Schichtdicke liegen.

b) Durchschnittliche Schichtdicke:
Je nach Grösse des Teiles (siehe Tabelle unten) werden die Dicken einer bestimmten Anzahl von örtlichen Schichtdicken (Referenzflächen) gemittelt.

Grösse der wesentlichen Fläche

Anzahl Referenzflächen
pro Teil

Anforderung an Schichtstärken

> 2 m2

≥ 3

Durchschnittliche Schichtstärke muss auf jedem Teil erfüllt sein

> 100 cm2 bis ≤ 2 m2

≥ 1

Jede Referenzfläche muss die Anforderung an die örtliche Schichtdicke erfüllen. Der Mittelwert der Referenzflächen muss die Anforderung an die durchschnittliche Schichtstärke erfüllen

> 10 cm2 bis
≤ 100 cm2

1

< 10 cm2

Soviel Teile messen, dass die Summe ihrer Flächen „Mindestanzahl Prüfmuster x 10 cm2“ erreicht

Schichtdickenmessungen dürfen nicht ausgeführt werden im Bereich von Schnittkanten und weniger als 10 mm entfernt von Werkstückkanten, Brennschnittflächen und Ecken.

Mindest-
dicke von Zinküberzügen

 

Prüfteile, die nicht geschleudert wurden:


Teile und ihre Dicke

Örtliche Schichtdicke (Mindestwert)
μm

Durchschnittliche Schichtdicke (Mindestwert)
μm

Stahl > 6 mm

70

85

Stahl > 3 mm bis
≤ 6 mm

55

70

Stahl ≤ 1.5 mm bis
≤ 3 mm

45

55

Stahl < 1.5 mm

35

45

Guss ≥ 6 mm

70

80

Guss < 6 mm

60

70

Prüfteile, die geschleudert werden:


Teile und ihre Dicke

Örtliche Schichtdicke (Mindestwert)
μm

Durchschnittliche Schichtdicke (Mindestwert)
μm

Gewindeteile
> 6 mm
≤ 6 mm

 

40
20

 

50
25

Andere Teile (inkl. Guss)
≥ 3 mm
< 3mm

 

45
35

 

55
45

Ausbesserung von Fehl-stellen

Summe der Bereiche ohne Überzug ist < 0.5% oder einzelne Fehlstellen sind < 10cm2:
Ausbesserung durch Spritzverzinken, Zinkstaubbeschichtung oder Zinklot. Die Schichtdicke muss mindestens 100 μm betragen.

Andernfalls (Gesamtbereich ohne Überzug > 0.5% oder einzelne Fehlstelle > 10 cm2):
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