Weissrost kann entstehen, wenn frisch verzinkte Oberflächen in Kontakt mit Feuchte kommen, zum Beispiel durch Niederschlag oder Kondenswasser-Bildung. Wenige Tage nach dem Feuerverzinken entsteht eine schützende Deckschicht (Zinkpatina), welche die Weissrostbildung verhindert. Das Auftreten von Weissrost ist daher kein Massstab für die Qualität der Verzinkung und kann vom Verzinker nicht beeinflusst werden. Vielmehr ist es das Ergebnis einer unsachgemässen, nassen Lagerung (siehe auch Merkblatt „Verhütung von Weissrost“).
Bildung von Weissrost auf frisch verzinkter Ware nach Niederschlägen
Spezialbürste
Die Spezialbürsten können bei Ihrem Galvaswiss Werk bezogen werden.
CHF 43.– (7x14 cm, Breite/Länge)
Wie entfernt man Weissrost? Mit Spezialbürste
Um Weissrost zu entfernen, empfehlen wir wie folgt vorzugehen: 1. Die befallene Oberfläche mit einem Heissluftföhn trocknen, falls diese feucht ist. 2. Den Weissrost mit der Spezialbürste unter leichtem Druck entfernen, bis die Oberfläche den gewünschten Glanz hat. Vorsicht, bei zu intensivem Bürsten kann die Oberfläche dunkel werden.
Die so gebürstete Oberfläche zeigt bei neuer Befeuchtung (Niederschlag, Kondenswasserbildung) in vielen Fällen keinen weiteren Befall mit Weissrost. Auch hartnäckiger, älterer Weissrost lässt sich teilweise entfernen.
Von GALVASWISS verzinkte Stahlkonstruktionen sind bedenkenlos
Das Feuerverzinken von Stahlkonstruktionen hat sich seit Jahrzehnten als zuverlässiger und wirtschaft- licher Korrosionsschutz mit hoher mechanischer Belastbarkeit ausgezeichnet.
Neue Zinkbadlegierungen
Zur Reduktion von hohen Zinkschichtdicken, insbesondere auf silizium- und/oder phosphorhaltigen Stählen, wurden in den letzten 10 Jahren von verschiedenen Verzinkereien in Europa spezielle Legierungen eingesetzt. Diese enthielten bis über 2.5% Legierungselemente. Neu kam bei diesen hochlegierten Zinkschmelzen auch Zinn zum Einsatz.
Wegen der Unsicherheit der langfristigen Auswirkungen dieser Legierungen hat GALVA- SWISS zu keinem Zeitpunkt zinnhaltige Schmelzen eingesetzt.
Spannungsrisskorrosion Es wurde nachgewiesen, dass die Kombination dieser Legierungselemente mit gewissen Stählen insbesondere in Bereichen mit Eigenspannungen zu Rissbildung führen kann. Diese Schädigung bezeichnet man als Flüssigmetallinduzierte Spannungsrisskorrosion. Die EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) hat in Zusammenarbeit mit der Qualitätssicherung von GALVASWISS bereits vor Jahren belegt, dass Zinn einen wesentlichen Anteil daran hat. Das Deutsche Institut für Bautechnik DIBt empfiehlt nun, die Legierungsbestandteile zu begrenzen, indem der Zinngehalt der Zinkbäder unter 0,1 Gew-% liegen muss.
Verzinken bei GALVASWISS
Stahlkonstruktionen, bei GALVASWISS verzinkt, sind bedenkenlos. Es wurden zu keinem Zeitpunkt zinnhaltige Schmelzen eingesetzt:
GALVASWISS verwendet ausschliesslich Rohzink nach EN 1179 (special high grade SHG).
GALVASWISS setzt keine Legierungsbestandteile zur Reduktion der Zinkschichtdicke ein (z.B. Zink – Nickel – Zinn Legierungen).
Die normativen Anforderungen an die metallurgische Qualität der Zinkbäder werden durch regelmässige externe Analysen kontrolliert.
GALVASWISS erfüllt in einigen Werken auch die Anforderungen an «trinkwasserbeaufschlagte Teile» (DIN EN 10240).
Das Verzinken von hochfesten Stahlsorten erfordert eine richtige Zinklegierung. (Foto O. Vosshage)
Hochfeste Zugstäbe und Zuganker werden bei Galvaswiss mittels Verzinkungsprozess dauerhaft vor Korrosion geschützt. (Foto Besista Betschart GmbH)
Kontaktpersonen
Qualitätssicherung
Dr. Martin Matter
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+41 (0)79 542 07 74
Galvaswiss allgemein
Friedrich Dietsche
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